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Michael Schuhmacher

 

Kurzbiografie

 

 

Michael Schumacher (*03.01.1969) fährt allen davon. Sieben Mal ist er schon Weltmeister geworden (1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004). Mit seinem roten Ferrari hat er fast alle Rekorde geholt, die es je im Rennzirkus gab. Michael Schumacher ist der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte.

 

 

Leben und Karriere

 

 

Kindheit und Jugend
Michael Schumacher wurde am 3 Januar 1969 in Hürth-Hermülheim geboren. Der 1,74 m große Schumacher erlernte den Beruf des Kfz-Mechanikers. Seine große Leidenschaft wurde der Motorsport, zunächst das Kartfahren. Schon mit fünf Jahren fuhr Michael Schumacher seine ersten Kart-Rennen. Vater Rolf baute für ihn das erste Fahrzeug und meldete ihn im Kart-Club Kerpen-Horrem an. 1980 bauten die Mitglieder des Kerpener Kartclubs eine neue Bahn im Stadtteil Manheim, wo nun Michael und sein am 20. Juni 1975 geborener jüngerer Bruder Ralf ihre Runden drehten.

 

 

Start auf dem Kart

 

 

Allerdings war Michael für Meisterschaftsrennen noch zu jung, bis 1983 musste er auf die deutsche Kart-Lizenz warten. 1984 wurde er dann gleich Deutscher Junior Champion. 1985 gewann er erneut die Deutsche Juniorenmeisterschaft und wurde zusätzlich Junioren-Vize-Kart-Weltmeister. 1986 nahm er erstmals an der Deutschen Kartmeisterschaft teil und wurde im Endklassement Dritter, ebenso bei der Europäischen Meisterschaft.

 

 

Ein Jahr später gelang der vorerst größte Coup: Michael Schumacher gewann 1987 die Deutsche Kartmeisterschaft und die Europameisterschaft. 1988 bestritt Michael Schumacher seine erste Saison in einem Formel-Rennwagen und konnte zeigen, was er auf dem Kart gelernt hatte. Er wurde Deutscher Meister in der Formel König und Vize-Europameister in der Formel Ford 1600. Ende 1988 wurde Manager Willi Weber - ständig auf der Suche nach Nachwuchstalenten - bei einem Formel Ford-Lauf auf dem verregneten Salzburgring auf Michael Schumacher aufmerksam: Weber lud ihn zu einer Testfahrt in seinem WTS-Formel 3-Team (Weber-Tuning-Stuttgart) ein. Schumacher erhielt einen Zweijahres-Vertrag für 1989 und 1990. In seiner ersten Formel 3-Saison 1989 fuhr Michael Schumacher zwei Siege ein und beendete die Meisterschaft mit nur einem Punkt Rückstand als Dritter, punktgleich mit Heinz-Harald Frentzen, Meister wurde damals Karl Wendlinger.

 

 

Den Lehrjahren in der Formel 3 folgte gemäß der Karriereplanung von Willi Weber eine Ausbildung bei Mercedes-Benz in der Gruppe C-Weltmeisterschaft. 1990 gewann Michael Schumacher den Formel 3-Meisterschaftstitel und nahm parallel an der Gruppe C-Weltmeisterschaft teil. Hier fuhr er gemeinsam mit Frentzen und Wendlinger im Juniorteam von Mercedes-Benz. Durch sein Engagement bei Mercedes und seine Erfolge gegen andere Nachwuchspiloten verschaffte sich Schumacher eine gute Ausgangsposition im Kampf um ein Formel-1-Cockpit. 1991 fuhr er Sportwagenrennen (zusammen mit Wendlinger bei Mercedes) sowie in der Formel 3000 und in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft. Weitaus wichtiger jedoch: Der erste Start in der Formel 1 fast vor seiner Haustür im belgischen Spa-Francorchamps.

 

 

Premiere in der Formel 1

 

 

Ende August 1991 wurde im Rennstall von Eddie Jordan kurzfristig ein Formel-1-Cockpit frei: Weil der belgische Jordan-Pilot Bertrand Gachot nach einem Streit mit einem Londoner Taxifahrer ins Gefängnis wandert, brauchte Jordan dringend einen Ersatzfahrer für das anstehende Rennen im belgischen Spa-Francorchamps. Mit Hilfe des damaligen Mercedes-Rennleiters Jochen Neerpasch und seines Managers Willi Weber schaffte es Schumacher, auch ohne die sonst üblichen finanziellen Garantien einen Platz im Jordan-Team zu ergattern. Ob der junge Mann denn die gefährliche Strecke Rennstrecke in den Ardennen schon einmal gefahren sei, wollte Jordan wissen. "Ja, schon hundert Mal", so Webers ebenso unzutreffende wie schlagfertige Antwort.

 

 

Tatsächlich wurde Jordans Vertrauen nicht enttäuscht: Auf Anhieb belegte der 22-jährige Schumacher Platz sieben im Qualifikationstraining und war damit schneller als die Jordan-Nr. 1 Andrea de Cesaris. Der erste Grand Prix am 25. August 1991 hingegen war schon nach 700 m wegen eines Kupplungsschadens zu Ende - aber nicht Schumachers Karriere: Mit Hilfe von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wurde Schumacher eilends zu Benetton transferiert, was anschließend noch einen Vertragsrechtsstreit mit Jordan auslöste. Schon bei seinem zweiten Rennen in Monza am 8. September 1991 holte er als Fünfter seine beiden ersten WM-Punkte und schloss die Saison mit vier Punkten als Zwölfter ab.

 

 

Der erste Sieg

 

 

In seiner ersten kompletten WM 1992 folgte am 30. August 1992 der erste Formel-1-Sieg, und zwar auf seiner "Hausstrecke" in Spa-Francorchamps. Dabei konnte Schumacher erstmals seine Fähigkeiten auf nasser Strecke unter Beweis stellen. Vor dem ständig steigenden Trubel in Kerpen "floh" der Jung-Star mit seiner Freundin Corinna nach Monaco. Die Saison 1992 schloss Schumacher mit 53 Punkten als WM-Dritter, drei Zähler vor dem Brasilianer Ayrton Senna ab.

 

 

1993 wuchs seine Fangemeinde weiter an, auch wenn er wegen mehrerer Ausfälle nur WM-Vierter wurde. Mit dem Italiener Riccardo Patrese hatte er nach dem Italiener Andrea de Cesaris, dem Brasilianer Nelson Piquet und dem Briten Martin Brundle bereits den vierten Teamkollegen und war bei Benetton die unangefochtene Nummer eins. Nach diversen Ausfällen feierte er beim Großen Preis von Portugal in Estoril am 26. September 1993 den einzigen Erfolg in seiner zweiten WM-Saison, die - ein letztes Mal - von dem Brasilianer Ayrton Senna beherrscht wurde.

 

 

Der erste Titelgewinn

 

 

Die ersten beiden Rennen des Jahres 1994 gewann Schumacher überlegen. Dann ging es zum Großen Preis von San Marino nach Imola. Am Tag vor dem Rennen verunglückte der Österreicher Roland Ratzenberger tödlich. Senna startete am 1. Mai 1994 von der Pole-Position vor Schumacher in das Rennen, das sein letztes wurde: Mit gebrochener Lenkung raste der führende Senna in der Tamburello-Kurve in die Mauer, sein Helm wurde von einem Aufhängungsteil durchbohrt, er war fast sofort tot. Michael Schumacher gewann das Rennen und erfuhr erst nach der Siegerehrung von Sennas Tod.

 

 

1994 war das Jahr des ersten ganz großen Triumphs, aber auch der Skandale. Zwar war mit Sennas Tod der Weg zum Titel für Schumacher frei, doch die auf Monza folgenden Rennen bis zum krönenden Anschluss in Australien waren von Skandalen begleitet. Sie brachten Schumacher den Makel des "Schummel-Schumi" ein.

 

 

In Silverstone übersah Schumacher am 10. Juli 1994 die schwarze Signalflagge. Er hatte in der Aufwärmrunde unzulässigerweise den führenden Damon Hill überholt und dann die Signale nicht beachtet, die ihn wegen einer Zeitstrafe an die Box beorderten. Ihm wurden die Punkte für den zweiten Platz aberkannt und er wurde für zwei Rennen gesperrt. Wenige Stunden nach seinem Sieg in Spa am 28. August 1994 folgte die "Holzplatten-Affäre": Disqualifikation, weil eine Bodenplatte des Benettons nicht dem Reglement entsprach.

 

 

Dank seiner acht Siege konnte Schumacher aber trotzdem Weltmeister werden. Er durfte nur nicht das letzte Rennen am 13. November 1994 in Adelaide gegen Damon Hill verlieren. In der 36. Runde kam es zum folgenschweren Showdown: Schumacher kam mit seinem Benetton-Ford von der Strecke ab, krachte mit der rechten Seite in eine Begrenzungsmauer, wurde auf die Piste zurückgeschleudert und kollidierte mit dem unmittelbar hinter ihm fahrenden Briten Damon Hill, der rechts vorbeiziehen wollte.

 

 

Schumacher blieb liegen, Hill konnte mit seinem an der Radaufhängung irreparabel beschädigten Williams-Renault noch an die Boxen fahren. Beide schieden aus, der in der Gesamtwertung mit 92 Punkten vor Hill (91 Punkte) führende Schumacher wird als erster Deutscher Weltmeister in der Formel 1.

 

 

Der zweite Titel 1995 und der Wechsel zu Ferrari

 

Mit dem zweiten Titel 1995 wurde Schumacher der jüngste Doppel-Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Anders als 1994, als Schumacher nach einer Saison voller Skandale, Proteste und Disqualifikationen Weltmeister wurde, war 1995 an seiner sportlichen Überlegenheit nicht zu rütteln. Dabei gewann er am 30. Juli als erster Deutscher den Heimat-Grand-Prix auf dem Hockenheimring; schaffte am 27. August das Kunststück, im strömenden Regen in Spa vom 16. Startplatz noch zum Sieg zu fahren und feierte am 1. Oktober als erster Deutscher einen Sieg bei einem WM-Lauf auf dem Nürburgring. Am 22. Oktober feierte er im japanischen Aida seinen zweiten Weltmeistertitel - erneut vor Damon Hill. Der Brite gewann nur vier Rennen, Schumacher neun und wurde mit 33 Punkten Vorsprung Weltmeister.

 

 

 

Auch außerhalb der Rennpisten war Schumacher stets für Schlagzeilen gut: Hermetisch abgeschirmt von Fans und Presse heiratete er auf dem Petersberg bei Bonn seine langjährige Freundin Corinna. Kaum weniger Aufsehen löste am 16. August Schumachers Ankündigung aus, er werde 1996 und 1997 für ein geschätztes Jahreseinkommen von rd. 35 Mio. DM bei Ferrari fahren.

 

 

Doch das Premierenjahr bei den roten Rennern aus Maranello ging als ungewöhnliches Pannenjahr in die Formel-1-Historie ein. Bei 16 Starts kam er nur neun Mal ins Ziel und belegte mit drei Siegen und 59 Punkten in der Endabrechnung Platz drei hinter seinem alten Rivalen Damon Hill und dem Newcomer Jacques Villeneuve. Am 2. Juni 1996 gewann er in Barcelona seinen ersten Grand Prix für Ferrari und feierte anschließend den Erfolg ausgelassen mit dem französischen Rennleiter Jean Todt, der fortan einer seiner engsten Vertrauten bei Ferrari wurde. Nach seinem Sieg in Monza lag ihm Italien zu Füßen und am 5. November 1996 verlängerte die Scuderia Schumachers Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum Saisonende 1999.

 

 

Ab 1997 bekam Schumacher jedoch auch Konkurrenz aus der eigenen Familie: Sein Bruder Ralf unterzeichnete einen Vertrag mit Jordan-Peugeot.

 

 

Schumi I im Duell mit Villeneuve

 

 

Das Jahr 1997, das für Michael Schumacher persönlich so gut begann - er wurde am 20. Februar 1997 erstmals Vater - endete sportlich gesehen mit einem Desaster. Schon beim Auftakt in Australien war sein Ferrari langsamer als der Williams von Jacques Villeneuve, der zwar bei diesem Rennen ausschied, aber dafür in Brasilien und Argentinien gewann. Am 28. September 1997 fuhr Michael Schumacher beim Großen Preis von Luxemburg auf dem Nürburgring sein 100. Formel-1-Rennen und schied aus - ausgerechnet nach einer Kollision mit seinem "kleinen" Bruder, der ihm hier erstmals entscheidend in die Quere kam.

 

 

 

Vor dem Rennen hatte Schumacher einen Punkt Vorsprung. Er hätte nur vor Villeneuve im Ziel sein müssen, dann wäre ihm der Titel sicher und die erste Weltmeisterschaft für Ferrari seit 1979 perfekt gewesen. Nach dem zweiten Boxenstopp lag Schumacher in Führung. In der 47. Runde setzte Villeneuve in einer Rechtskurve zum Überholen an. Zu spät erkannte Schumacher die Situation, steuerte gleichfalls nach innen und es kam zum Crash: Die vordere rechte Radaufhängung seines Ferrari traf den Seitenkasten von Villeneuves Williams. Doch diesmal kam es anders als bei der Kollision mit Damon Hill in Adelaide 1994: Der Kanadier konnte weiterfahren, während Schumacher im Kiesbett stecken blieb. RTL-Kommentator und Ex-Formel-1-Pilot Jochen Maß kommentierte: "Schumacher hat Villeneuve dort erwischt, wo es absolut nicht wehtut". Villeneuve rettete den WM-Titel mit Platz drei ins Ziel.

 

 

Der Internationale Automobilverband (FIA) erkannte Schumacher alle gewonnenen Punkte in der Formel-1-Saison 1997 ab und annullierte seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Tröstlich für Schumacher: Er behielt seine fünf in dieser Saison errungenen Siege und ging ohne Punktabzug in die neue Saison.

 

 

Erfolglose Jagd auf die Silberpfeile

 

Schumacher rehabilitierte sich 1998 für das skandalöse Saisonfinale von Jerez. Er verlängerte seinen Vertrag bei Ferrari um drei Jahre bis einschließlich 2002 und hielt den Kampf gegen die technisch überlegenen McLaren-Mercedes bis zum letzten Rennen in Japan offen. Von den ersten sechs Saisonrennen gewannen die Mc-Laren-Piloten Mika Häkkinen und David Coulthard fünf. Erst beim Großen Preis von Kanada begann am 7. Juni mit Schumachers Sieg die Aufholjagd.

 

 

In Spa kam es zu einem legendären Rencontre mit David Coulthard: Schumacher fuhr im Regen auf und davon, als ihm Coulthard in die Quere kam. Beim Versuch, Coulthard zu überrunden, stieß Schumacher mit dem Schotten zusammen und fiel aus. Anschließend stürmte der Ferrari-Pilot in die McLaren-Mercedes-Box und wollte Coulthard an den Kragen. Ferrari-Sportchef Jean Todt konnte ihn gerade noch von Handgreiflichkeiten abhalten.

 

 

Nach dem Doppelsieg der roten Renner am 13. September in Monza lagen Häkkinen und Schumacher mit 80 Punkten gleichauf. Beim letzten Rennen am 1. November in Suzuka hätte Häkkinen hätte schon ein zweiter Platz gereicht, Schumacher aber musste gewinnen. Er ging auch aus der Pole-Position an den Start, doch er hatte Pech: Zuerst löste Jarno Trulli (Prost) einen Fehlstart aus, beim zweiten Startversuch kam Schumacher nicht von der Stelle: Sein Ferrari hatte Kupplungsprobleme. Für den dritten Startversuch wurde Schumacher auf die 21. und letzte Position zurückgestuft. Zwar raste er bis auf Rang drei vor, doch der Parforceritt blieb nicht ohne Folgen: In der 21. Runde rutschte er in der Schikane ins Kiesbett. Zehn Runden später schied er durch einen geplatzten rechten Hinterreifen aus.

 

 

Geplatzte Träume in Silverstone

 

 

1999 - 20 Jahre nach dem letzten Ferrari-Titelgewinn - sollte es endlich klappen mit dem Weltmeistertitel. Dies hoffte nicht nur Schumacher, dies war der Traum aller Ferraristi. Vor dem Rennen in Silverstone, dem achten Saisonlauf, lag Schumacher in der Gesamtwertung lediglich acht Punkte hinter Weltmeister Mika Häkkinen zurück. Doch beim bislang schwersten Unfall seiner Karriere erlitt Schumacher in Silverstone am 11. Juli 1999 einen Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins, als er mit seinem Auto von der Strecke abkam und frontal in einen Reifenstapel raste.

 

 

Untersuchungen ergaben, dass der Crash Folge menschlichen Versagens war: Ein Ferrari-Mechaniker hatte vergessen, eine Schraube fest zu ziehen, dadurch konnte Bremsflüssigkeit austreten und die Bremsen wirkten nicht mehr. Zwar feierte Schumacher nach 98-tägiger Verletzungspause bereits am 17. Oktober in Kuala Lumpur ein sensationelles Comeback und überließ seinem Teamkollegen Eddie Irvine den Sieg, doch am Ende triumphierte zum zweiten Mal Mika Häkkinen im Silberpfeil. Hinterher musste sich Schumacher von der italienischen Presse vorhalten lassen, beim entscheidenden letzten Saisonlauf den Start verpatzt und Irvine den Sieg gestohlen zu haben: "Schumacher verrät den armen Irvine", schrieb die "Gazzetta del Mezzogiorno"; "Ein neuerlicher Fehlstart von Schumacher macht den Weg frei für Häkkinens Triumphfahrt", kritisierte "Corriere dello Sport". Immerhin konnte sich Ferrari mit den Konstrukteurstitel trösten.

 

 

2000: Endlich Weltmeister auf Ferrari

 

 

Am 8. Oktober 2000 war es endlich soweit: Michael Schumacher gewann den Großen Preis von Japan und stand vor dem Saisonfinale in Malaysia als Weltmeister fest. Mit seinem dritten Weltmeistertitel in der Formel 1 nach 1994 und 1995 beendete er eine 21-jährige Durststrecke für Ferrari und krönte mit dem insgesamt 44. Formel-1-Sieg sein bislang erfolgreichstes Jahr in der Formel 1.

 

 

Ein überzeugender Start und ein furioses Finale bescherten Schumacher den Titelgewinn. Drei Siege in Folge auf dem neu entwickelten Boliden Ferrari F1-2000 - eine völlige Neukonstruktion - ließen in Maranello bereits Titelträume wach werden. Hintere Plätze in England und in Spanien sorgten wieder für Ernüchterung. Beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring und in Montreal kehrte Schumacher auf die Siegerstraße zurück, ehe ihn Ausfälle in Frankreich, Österreich und auf dem Hockenheim-Ring zurückwarfen. Nach Mika Häkkinens brillantem Überholmanöver in Spa, als er gleichzeitig Ricardo Zonta überrundete und Schumacher überholte, schien die WM wieder einmal für Ferrari verloren. Schumachers Comeback in Monza war der Auftakt zum Schlussspurt. Im gleichen Jahr verlängerte Schumacher seinen Vertrag für weitere zwei Jahre bis einschließlich 2004 bei Ferrari.

 

 

Der vierte Titel 2001

 

 

 

Die Formel 1 wurde in der Saison 2001 fast zu einer "Formel Schumacher" - in zwölf von 17 Rennen trug der Sieger den Namen Schumacher. Neunmal hat der alte und neue Weltmeister Michael die Nase vorn, dreimal Ralf. Einmal - beim großen Preis von Kanada am 10. Juni in Montreal - kam Ralf Schumacher unmittelbar vor dem großen Bruder ins Ziel. Bei seinen beiden weiteren Saisonsiegen profitierte er vom Ausfall seines Bruders.

 

 

Schon beim Großen Preis von Ungarn in Budapest am 19. August 2001 sicherte sich Michael Schumacher mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg vor dem Teamkollegen Rubens Barrichello vorzeitig den Weltmeistertitel 2001. "Ich liebe euch alle, es ist schön, mit euch zusammenzuarbeiten", lobte Schumacher sein Team über den Boxenfunk. Am Ende dieser Saison hatte der Mann aus Kerpen mit 123 Punkten seine Gegner fast deklassiert: Der Schotte David Coulthard (McLaren-Mercedes) erreichte 65 Punkte, Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello 56 Punkte und Ralf Schumacher (Williams-BMW) als Vierter 49 Punkte.

 

 

Der fünfte Titel 2002

 

 

 

Durch seinen achten Saisonsieg im französischen Magny-Cours im Juli 2002 krönte sich Michael Schumacher zum fünften Male (vorzeitig) zum Titelträger. Die Entscheidung fiel in der fünftletzten Runde, als er einen Fehler des bis dahin in Führung liegenden Silberpfeil-Piloten Räikkönen nutzte und sich an die Spitze setzte. Folgende Rekorde konnte Michael Schumacher 2002 aufstellen:

 

 

  • Schnellster WM-Titel nach 11 von 17 Rennen (bisher Nigel Mansell, 11 von 16)
  • Fünfter WM-Titel insgesamt; zog damit mit Juan Manuel Fangio gleich
  • Die meisten Siege in einer Saison (11); bisher Nigel Mansell (1992) sowie Michael Schumacher selbst (1995, 2000, 2001) mit je neun
  • Die meisten Punkte in einer Saison (144); bisher ebenfalls Michael Schumacher (123 in der Saison 2001)
  • Deutlichster Vorsprung mit 67 Punkten auf den Vize-Weltmeister; bisher Michael Schumacher mit 58 Punkten Abstand zu David Coulthard (2001)
  •  Immer auf dem Podium in allen 17 Rennen der Saison
  • Bestes Duo der Formel-1-Geschichte mit Rubens Barrichello: Suzuka ist ihr 15. Doppelsieg

 

 

Der sechste Titel 2003

 

 

Auch am Ende der Saison 2003 konnte sich Michael Schumacher wieder die WM-Krone aufsetzen. Nach einem äußerst spannenden WM-Finale im japanischen Suzuka reichte ihm der achte Platz, um den finnischen Silberpfeil-Piloten Kimi Räikkönen nach 16 Rennen aus eigener Kraft um zwei Punkte zu distanzieren. Mit diesem Titelgewinn hat Michael Schumacher endgültig Geschichte geschrieben. Mit seinen sechs Titeln setzte er sich an die Spitze vor Juan Manuel Fangio:

 

 

Formel-1-WM-Titel Michael Schumacher (6), Juan Manuel Fangio (5), Alain Prost (4)

 

 

 

 

 

Der siebte Titel 2004

 

 

Ein zweiter Platz im 14. von 18 Rennen auf seiner Lieblingsstrecke in Spa-Francorchamps genügte Michael Schumacher, um sich zum siebten Mal (vorzeitig) als Formel-1-Weltmeister zu krönen. Mit seinem Titelgewinn beim Rennen auf dem Ardennenkurs unweit von Kerpen baute er nicht nur seine Bestmarke auf sieben Titel aus, sondern stellte einen weiteren Weltrekord auf: Nur zwei Wochen nach dem sechsten Konstrukteurs-Titel in Serie für Ferrari sicherte sich Michael Schumacher als erster Fahrer in der Grand-Prix-Geschichte den fünften Fahrer-Titel hintereinander.

 

 

Privates

 

 

Seit seinem Umzug 1996 von Monte Carlo in die Schweiz lebt Schumacher in Vufflens-le-Château in einer Villa unweit des Genfer Sees. Am 20. Februar 1997 kam die Tochter Gina Maria zur Welt, am 22. März 1999 wurde der Sohn Mick geboren. Schumacher gilt als Familienmensch: Jede freie Minute - so heißt es - verbringt er mit Frau und Kindern.

 

 

Zu seinen Hobbys neben dem Autofahren zählt Fußball, wobei Schumacher sein Talent schon bei diversen Wohltätigkeitsspielen unter Beweis gestellt hat.

 

 

Michael Schumacher in der Statistik - Formel I 1991 bis 2004

 

  • Weltmeister 1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004
  • Grand-Prix-Rennen 212
  • Grand-Prix-Siege 83
  • WM-Punkte 1186
  • Schnellste Runden 66

 

 

 

Saisonübersicht 1991 bis 2004

 

 

 

Jahr

Auto

GP-Start

GP-Siege

WM-Punkte

WM-Rang

Pole Position

Schnellste Runden

1991

Jordan 191 - Ford/Benetton B 191 - Ford

6

-

4

12

-

-

1992

Benetton B 192 - Ford

16

1

53

3

-

2

1993

Benetton B 193B - Ford

16

1

52

4

-

5

1994

Benetton B 194 - Ford

14

8

92

1

6

8

1995

Benetton B 195 - Renault

17

9

102

1

4

8

1996

Ferrari F 310 - Ferrari

15

3

59

3

4

2

1997

Ferrari F 310B - Ferrari

17

5

78

20

3

3

1998

Ferrari F 300 - Ferrari

16

6

86

2

3

6

1999

Ferrari F 399 - Ferrari

10

2

44

5

3

5

2000

Ferrari F1-2000 - Ferrari

17

9

108

1

9

2

2001

Ferrari F1-2001 - Ferrari

17

9

123

1

11

3

2002

Ferrari F1-2001B/F2002-Ferrari

17

11

144

1

7

7

2003

Ferrari F2002/F2003-GA

16

6

93

1

5

5

2004

Ferrari F2004

18

13

148

1

8

10

 

 

Grand-Prix-Siege von Michael Schumacher 1991 bis 2004

 

 

 

Grand Prix und Kurs

Rennwagen und Motor

Startplatz

Zeit

Belgien 1992 - Spa-Francorchamps

Benetton B 192 - Ford

3

1:36:10,721

Portugal 1993 - Estoril

Benetton B 193B - Ford

6

1:32:46,309

Brasilien 1994 - Interlagos

Benetton B 194 - Ford

2

1:35:38,759

Pazifik 1994 - Aida

Benetton B 194 - Ford

2

1:46:01,693

San Marino 1994 - Imola

Benetton B 194 - Ford

2

1:28:28,642

Monaco 1994 - Monte Carlo

Benetton B 194 - Ford

1

1:49:55,372

Kanada 1994 - Montreal

Benetton B 194 - Ford

1

1:44:31,887

Frankreich 1994 - Magny-Cours

Benetton B 194 - Ford

3

1:38:35,704

Ungarn 1994 - Hungaroring

Benetton B 194 - Ford

1

1:48:00,185

Europa 1994 - Jerez

Benetton B 194 - Ford

1

1:40:26,689

Brasilien 1995 - Interlagos*

Benetton B 195 - Renault

2

1:38:34,154

Spanien 1995 - Barcelona

Benetton B 195 - Renault

1

1:34:20,507

Monaco 1995 - Monte Carlo

Benetton B 195 - Renault

2

1:53:11,258

Frankreich 1995 - Magny-Cours

Benetton B 195 - Renault

2

1:38:28,429

Deutschland 1995 - Hockenheim

Benetton B 195 - Renault

2

1:22:56,043

Belgien 1995 - Spa-Francorchamps

Benetton B 195 - Renault

16

1:36:47,875

Europa 1995 - Nürburgring

Benetton B 195 - Renault

3

1:39:59,044

Pazifik 1995 - Aida

Benetton B 195 - Renault

3

1:48:49,972

Japan 1995 - Suzuka

Benetton B 195 - Renault

1

1:36:52,930

Spanien 1996 - Barcelona

Ferrari F 310 - Ferrari

3

1:59:49,307

Belgien 1996 - Spa-Francorchamps

Ferrari F 310 - Ferrari

3

1:28:15,125

Italien 1996 - Monza

Ferrari F 310 - Ferrari

3

1:17:43,632

Monaco 1997 - Monte Carlo

Ferrari F 310B - Ferrari

2

2:00:05,654

Kanada 1997 - Montreal

Ferrari F 310B - Ferrari

1

1:17:40,646

Frankreich 1997 - Magny-Cours

Ferrari F 310B - Ferrari

1

1:38:50,492

Belgien 1997 - Spa-Francorchamps

Ferrari F 310B - Ferrari

3

1:33:46,717

Japan 1997 - Suzuka

Ferrari F 310B - Ferrari

2

1:29:48,446

Argentinien 1998 - Buenos Aires

Ferrari F 300 - Ferrari

2

1:48:36,175

Kanada 1998 - Montreal

Ferrari F 300 - Ferrari

3

1:40:57,355

Frankreich 1998 - Magny-Cours

Ferrari F 300 - Ferrari

2

1:34:45,026

Großbritannien 1998 - Silverstone

Ferrari F 300 - Ferrari

2

1:47:02,450

Ungarn 1998 - Hungaroring

Ferrari F 300 - Ferrari

3

1:45:25,550

Italien 1998 -Monza

Ferrari F 300 - Ferrari

1

1:17:09,672

San Marino 1999 - Imola

Ferrari F 399 - Ferrari

3

1:33:44,792

Monaco 1999 - Monte Carlo

Ferrari F 399 - Ferrari

2

1:49:31,812

Australien 2000 - Melbourne

Ferrari F1-2000 - Ferrari

3

1:34:01,987

Brasilien 2000 - Interlagos

Ferrari F1-2000 - Ferrari

3

1:31:35,271

San Marino 2000 - Imola

Ferrari F1-2000 - Ferrari

2

1:31:39,776

Europa 2000 - Nürburgring

Ferrari F1-2000 - Ferrari

2

1:42:00,307

Kanada 2000 - Montreal

Ferrari F1-2000 - Ferrari

1

1:41:12,313

Italien 2000 - Monza

Ferrari F1-2000 - Ferrari

1

1:27:31,638

USA 2000 - Indianapolis

Ferrari F1-2000 - Ferrari

1

1:36:30,883

Japan 2000 - Suzuka

Ferrari F1-2000 - Ferrari

1

1:29:53,435

Malaysia 2000 - Sepang

Ferrari F1-2000 - Ferrari

1

1:35:54,235

Australien 2001 - Melbourne

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:38:26,533

Malaysia 2001 - Sepang

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:47:34,801

Spanien 2001 - Barcelona

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:31:03,305

Monaco 2001- Monte Carlo

Ferrari F1-2001 - Ferrari

2

1:47:22,561

Europa 2001 - Nürburgring

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:29:42,724

Frankreich 2001 - Magny-Cours

Ferrari F1-2001 - Ferrari

2

1:33:35,636

Ungarn 2001 - Hungaroring

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:41:49,675

Belgien 2001 - Spa-Francorchamps

Ferrari F1-2001 - Ferrari

3

1:08:05,002

Japan 2001 - Suzuka

Ferrari F1-2001 - Ferrari

1

1:27:33,298

Australien 2002 - Melbourne

Ferrari F1-2001B - Ferrari

2

1:35:36,792

Brasilien 2002 - Interlagos

Ferrari F1-2001B - Ferrari

2

1:31:43,663

San Marino 2002 - Imola

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:29:10,789

Spanien 2002 - Barcelona

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:30:29,981

Österreich 2002 - A1-Ring

Ferrari F2002 - Ferrari

3

1:33:51,562

Kanada 2002 - Montreal

Ferrari F2002 - Ferrari

2

1:33:36,111

Großbritannien 2002 - Silverstone

Ferrari F2002 - Ferrari

3

1:31:45,015

Frankreich 2002 - Magny-Cours

Ferrari F2002 - Ferrari

2

1:32:09,837

Deutschland 2002 - Hockenheim

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:27:52,078

Belgien 2002 Spa-Francorchamps

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:21:20,634

Japan 2002 - Suzuka

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:26:59,698

San Marino 2003 - Imola

Ferrari F2002 - Ferrari

1

1:28:12,058

Spanien 2003 - Catalunya

Ferrari F2003-GA - Ferrari

1

1:33:46,933

Österreich 2003 - A1-Ring

Ferrari F2003-GA - Ferrari

1

1:24:04,888

Kanada 2003 - Gilles Villeneuve

Ferrari F2003-GA - Ferrari

3

1:31:13,591

Italien 2003 - Monza

Ferrari F2003-GA - Ferrari

1

1:14:19,838

USA 2003 - Indianapolis

Ferrari F2003-GA - Ferrari

7

1:33:35,997

Australien 2004 - Melbourne

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:24:15,757

Malaysia 2004 - Sepang

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:31:07,490

Bahrain 2004

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:28:34,875

San Marino 2004 - Imola

Ferrari F2004 - Ferrari

2

1:26:19,670

Spanien 2004 - Catalunya

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:27:32,841

Europa 2004 - Nürburgring

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:32:35,101

Kanada 2004 - Gilles Villeneuve

Ferrari F2004 - Ferrari

6

1:28:24,803

USA 2004 - Indianapolis

Ferrari F2004 - Ferrari

2

1:40:29,914

Frankreich 2004 - Magny-Cours

Ferrari F2004 - Ferrari

2

1:30:18,133

Großbritannien 2004 - Silverstone

Ferrari F2004 - Ferrari

4

1:24:42,700

Deutschland 2004 - Hockenheim

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:23:54,848

Ungarn 2004 - Hungaroring

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:35:26,131

Japan 2004 - Suzuka

Ferrari F2004 - Ferrari

1

1:24:26,985

*Michael Schumacher wird erst wegen illegalem Benzin disqualifiziert, im Berufungsverfahren jedoch als Sieger bestätigt. Dem Konstrukteur werden die WM-Punkte aber aberkannt.